Spaziergänge

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr auch ab und zu mal mit uns spazieren gehen.
Das mögen wir besonders gerne, wenn es gerade frisch geregnet hat. Diese vielen verschiedenen Gerüche finden wir ganz toll!
Im Handel gibt es spezielle Frettchengeschirre, die wir uns nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch gerne anlegen lassen.

geschirr

 

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Mittlerweile ist es so, dass wir schon immer ganz aufgeregt sind und uns riesig freuen, dass es wieder nach draussen geht, wenn wir sehen, dass Frauchen oder Herrchen unser Geschirr holt…

Aber ganz wichtig ist, dass wir vor unserem ersten Spaziergang auch ausreichend geimpft wurden, damit wir uns keine Krankheiten einfangen!

 

Wissenswertes

In den folgenden Untermenüpunkten haben wir alles Wissenswerte zum Thema Frettchen für Euch zusammen gestellt…

Sollte eine Eurer Fragen hierüber dennoch nicht beantwortet werden können, könnt Ihr uns auch gerne über das Kontaktformular eine Nachricht zukommen lassen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Harlekin

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  • kommen in vielen Farbvarianten vor
  • großer weisser Latz vom Kinn abwärts
  • im Optimalfall vier weisse Pfötchen oder auch „Stiefelchen“
  • vier weiße „Blinker“ an den Knien
  • durch die Zunahme der hellen Sichelhaare werden Harlekinfrettchen im Alter oft heller

 

Albino

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  • „Ursprungsfrettchen“
  • durch fehlende Pigmente variiert die Fellfarbe zwischen weiss bis gelblich
  • rote Augen
  • Nase fleischfarben

 

Iltis

 

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  • ähnelt dem Iltis am meisten
  • dunkelbraunes bis schwarzes Grannenhaar
  • helle Unterwolle
  • Beine und Rute meist dunkelbraun bis schwarz abgesetzt
  • deutlich ausgeprägte Maske
  • schwarze Augen
  • Nase fleischfarben bis schwarz
  • das Iltisfrettchen wird nochmals unterteilt in Iltis hell und Iltis dunkel

 

Die 10 Frettchengebote

Was ich mag, gehört mir!

Was in meinen Pfoten ist, gehört mir!

Was ich dir wegnehmen kann, gehört mir!

Du hattest gerade noch etwas? – Spielt keine Rolle, es gehört mir!

Wenn ich etwas hatte, war es eh nie für dich gedacht, gehört mir!

Wenn ich etwas mache oder stehle, jedes Stück davon gehört mir!

Was nach meinen Dingen aussieht, gehört mir!

Was ich zuerst sehe, gehört auch mir!

Falls du etwas berührst oder fallen lässt, gehört es automatisch mir!

Was kaputt ist, gehört Dir und sobald es repariert ist, gehört es mir!

 

Verfasser: unbekannt

 

 

Dauerranz

Da die Gefahr der Dauerranz (Hyperöstrogenismus) leider oft unterschätzt wird, hier nochmal ein gesondertes Kapitel zu diesem Thema.
Die Dauerranz ist sozusagen eine nicht von selbst endende Ranzzeit, die bei unkastrierten geschlechtsreifen Fähen auftritt, die nicht gedeckt wurden.

Unter dem Begriff Dauerranz versteht man eine Östrogenvergiftung, d. h. einen überhöhten Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen im Körper, bei der das Knochenmark zerstört wird. Die im Knochenmark produzierten Blutzellen können nun nicht mehr in ausreichender Zahl gebildet werden.
Dies führt zu einer Anämie, sprich einer Blutarmut und ist für die Fähe lebensbedrohlich!

Die Fähe verliert Fell an Rute und Unterbauch, ist nicht mehr so munter, evtl. sogar leicht apathisch und verliert an Gewicht.
Sie wird zusehends schwächer, die Vulva ist stark geschwollen und sondert verstärkt Schleim ab. Die Schleimhäute werden blass und die Fähe wird anfällig für Infektionen.

Bei Verdacht auf Dauerranz muss umgehend (!) ein frettchenerfahrener Tierarzt aufgesucht werden, um die Fähe entsprechend zu behandeln!
Es sollte dann möglichst schnell kastriert werden. In diesem Fall muss die Kastration aufgrund der stärkeren Durchblutung unter erhöhtem Risiko durchgeführt werden, ist aber unumgänglich. Ist das Tier schon zu geschwächt für eine OP, sollte der Allgemeinzustand vor der Kastration durch intensive medizinische Versorgung erst verbessert werden.
Tut man dies nicht, verendet die Fähe meist qualvoll.
Von einer Hormontherapie ist abzuraten, da diese häufig zu einer Vereiterung der Gebärmutter führen kann, welche oft unentdeckt bleibt und dann ebenso zum Tode führen kann.
 

Wird mit einer Fähe nicht gezüchtet, sollte sie ca. ab dem 9. Lebensmonat,
spätestens jedoch im darauf folgenden Januar/Februar kastriert (nicht
sterilisiert!) werden, um die Gefahr einer Dauerranz zu vermeiden!

 

Das Seniorfrettchen

Etwa ab dem 7. Lebensjahr zählt ein Frettchen zu den „Senioren“.

In diesem Alter wird das Frettchen mehr schlafen und etwas länger benötigen, um aufzuwachen. Zudem möchte es häufig nicht mehr so wild spielen, wie seine jüngeren Artgenossen.

Auch wenn die „Seniorfrettchen „ alles etwas gemächlicher angehen und öfter mal eine Pause brauchen, lieben sie immer noch ihren täglichen Auslauf und genießen natürlich auch weiterhin kurze Spaziergänge.

In Bezug auf die Ernährung gibt es bei älteren Frettchen allerdings einige Dinge zu beachten:
Da Frettchen im hohen Altern schnell dazu neigen dick zu werden, ist es ratsam, die Ernährung langsam auf Diätfutter, z.B. Totally Ferret Senior umzustellen.
Spezielles Seniorenfutter ist Energie-, Eiweiß- und Mineralstoffreduziert und daher optimal dem spezifischen Stoffwechsel älterer Frettchen angepasst.

Ausserdem sollten die Zähne öfter kontrolliert werden, als bei jungen Frettchen, denn Senioren neigen häufig zu Zahnproblemen.
Verweigert das Seniorfrettchen plötzlich die Nahrung oder sind sonst irgendwelche Auffälligkeiten in seinem Fressverhalten festzustellen, ist dies oft auf Zahnprobleme zurückzuführen, welche dann umgehend von einem Tierarzt behandelt werden müssen.

Da sich ältere Frettchen meist nicht mehr genügend pflegen, ist das Frettchen auch in Sachen Fellpflege für ein wenig menschliche Hilfe dankbar.

Zwar nehmen Seniorfrettchen einiges an Zeit in Anspruch und machen sicher auch mehr Arbeit, aber dafür haben sie auch einen großen Vorteil: sie sind einfach unschlagbar im Kuscheln! Und für den ein oder anderen feuchten Frettchenschmatzer und viele ausgiebige Schmusestunden nimmt doch jeder Frettchenbesitzer den geringen Aufwand gerne in Kauf!

Ihr werdet schnell feststellen: Seniorfrettchen haben einen ganz besonderen Charme!

VG mit Einzeltier

Ein lange Zeit allein gehaltenes Frettchen an einen Artgenossen gewöhnen
 

  • Ältere Frettchen, die schon länger alleine leben oder Welpen, die zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden und dadurch die wichtige Sozialisierungsphase nicht durchlebt haben, haben oft den Umgang mit Artgenossen verlernt und reagieren sehr schreckhaft oder gar aggressiv auf andere Frettchen.
  • Häufig werden die neuen Artgenossen angequiekt oder mutig attakiert. Lässt sich jedoch der Neuling auf diese Herausforderung ein, kann sich das bislang allein gehaltene Frettchen meist nicht zur Wehr setzen.
  • Es kann aber auch vorkommen, dass das neue Frettchen auf das andere los geht, weil es das sonderbare Verhalten seines Artgenossen einfach nicht kennt und davon völlig irritiert ist.
  • Um es dem „Einzelfrettchen“ zu ermöglichen, sich erstmal langsam an Artgenossen zu gewöhnen, sollte man im Vorfeld häufiger Treffen mit anderen Frettchenhaltern vereinbaren und dem Tier einen gemeinsamen Freilauf mit Artgenossen gewähren.
  • Wie eigentlich bei jeder Vergesellschaftung, ist vor allem in diesem Fall wichtig, dass sich das allein gehaltene Frettchen seinen neuen Partner selbst aussucht. Auch wenn sich nicht auf Anhieb ein geeigneter Partner finden lässt, solltet Ihr dem Tier genügend Zeit bei der Partnerwahl lassen.
  • Ist der richtige Partner gefunden, gelten im Grunde die selben Tipps, wie bei „normalen“ Vergesellschaftungen. Jedoch muss man gerade bei lang allein gehaltenen Tieren eine Menge Geduld aufbringen, damit diese die Angst vor anderen Frettchen verlieren und sich mit ihnen anfreunden. Die Geduld macht sich aber auf jeden Fall bezahlt, wenn man irgendwann sieht, wie die Frettchen zusammengekuschelt in ihrer Schlafkiste liegen. Denn was gibt es für ein Frettchen Schöneres, als einen Frettchenpartner zum spielen und kuschlen zu haben?!
  • In seltenen Fällen ist das Sozialverhalten dieser Tiere allerdings schon so gestört, dass sie sich trotz jeglicher Bemühungen gar nicht vergesellschaften lassen. So traurig es auch ist, ist es für diese Tiere dann ausnahmsweise besser, alleine gehalten zu werden. Dies zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, Frettchen von Anfang an mindestens zu zweit zu halten!

VG mit bestehender Gruppe

Neue(s) Frettchen in eine bereits bestehende Gruppe integrieren

  • Die erste Begegnung zwischen den „neuen“ und den „alten“ Frettchen sollte auf neutralem Boden erfolgen. Dies ist wichtig, da dort keines der Frettchen sein Revier hat, so dass keine Revierstreitigkeiten entstehen. 
  • Welpenschutz gibt es bei Frettchen nicht. Oft klappt eine Vergesellschaftung von Welpen und erwachsenen Tieren zwar gut, es wäre jedoch falsch, davon auszugehen, dass es auf Anhieb klappt, wenn man einen Welpen dazu setzt. 
  • Im Idealfall sollten sich die Frettchen ihren neuen Kameraden selbst aussuchen. Dazu stellt man die Frettchen bei einem Schnupperbesuch einander vor und beobachtet, wie sie aufeinander reagieren. Wenn sie sich sympathisch sind, kann man versuchen, alle vorsichtig zusammen in eine Transportbox zu stecken. Wenn sie sich auch dort vertragen, kann der Neuling mit ins neue Zuhause kommen. 
  • Wenn sich die Frettchen nicht auf Anhieb einigermaßen gut verstehen, kann man den Käfig im neuen Heim in der ersten Zeit am besten durch ein Gitter trennen (oder einen zweiten Käfig daneben stellen), so dass sich die Frettchen sehen und beschnuppern, aber sich nicht gegenseitig verletzen können. Das neue Frettchen einfach mit zu den anderen in den Käfig zu setzen wäre falsch, weil der Neuling angegriffen werden könnte und dies dann die Eingewöhnungszeit noch verlängern würde. 
  • Um die Frettchen an den Geruch der/des anderen zu gewöhnen, sollten die Kuscheltücher nun täglich zwischen den beiden Hälften/ Käfigen ausgetauscht werden. 
  • In den ersten Tagen sollten die Frettchen dann erstmal nur getrennten Auslauf geniessen. Beschnuppern sich die Tiere neugierig durchs Gitter, kann man einen ersten gemeinsamen Auslauf wagen. Die Tiere sollten allerdings Platz haben, um sich gegenseitig aus dem Weg gehen zu können. Bei einer größeren Gruppe sollte man nicht alle Tiere gleichzeitig zu dem neuen Frettchen setzen, sondern ihnen die Chance geben, sich langsam kennen zu lernen (immer ein bis zwei Frettchen aus der Gruppe zum Neuen dazu setzen und später die Tiere wechseln). Sonst könnte es sein, dass der Neuling völlig eingeschüchtert ist, wenn gleich so viele unbekannte Frettchen auf ihn zu stürmen und ihn belagern. 
  • Falls es zu einem sehr heftigen Streit kommt, bei dem Angsthäufchen gesetzt, extrem viele Stinkbomben losgelassen werden oder sich das neue Frettchen einnässt, solltet Ihr dazwischen gehen und die Tiere erstmal wieder trennen. 
  • Wird der Neuling im Nacken gepackt und etwas umher geschliffen, ist das jedoch noch kein Grund zur Sorge, sondern völlig normal. Solange kein Blut fliesst ist noch alles okay. 
  • Auch wenn es für Menschen manchmal ziemlich brutal aussieht, wie die Fretts miteinander umgehen und es sich teilweise auch wirklich grausam anhört, muss man stark bleiben. Die Frettchen müssen nun eine neue Rangordnung ausmachen und dabei wird der Neuling meist erstmal in seine Schranken gewiesen. Versucht man nun bei der kleinsten Rangelei immer wieder, die Frettchen zu trennen, geht das Ganze immer wieder von vorne los. Also am besten Ohrenstöpsel in die Ohren stecken und nur im Notfall dazwischen gehen. Kleinere Blessuren im Nackenbereich sind dabei nicht immer zu vermeiden. Fügen sich die Tiere allerdings schlimmere Bisswunden zu oder ist eines der Tiere völlig eingeschüchtert, ist ein Eingreifen unbedingt erforderlich! 
  • Um die Frettchenfreundschaft zu fördern, könnt Ihr die Frettchen gemeinsam etwas Paste von der Hand schlecken lassen oder zusammen etwas Katzenmilch aus einer Schüssel trinken lassen. 
  • Beim gemeinsamen Freilauf empfiehlt es sich, die Käfigtüren der alteingesessenen Frettchen offen stehen zu lassen. Klappt alles gut, darf der Neuling vielleicht schon mit in den Käfig oder sogar mit in die gemeinsame Schlafbox einziehen. Dann steht einer langen Frettchenfreundschaft nichts mehr im Wege!